Attiret malte mit drei andern Missionarien, P. Damascenus, J. Sikelbart und J. Castiglione, und einigen chinesischen Hofmalern die Schlachten, festlichen Auftritte und dergleichen mehr, welche während der Regierung des Kaisers Kien-Long, der viele Horden besiegte und seine Grenzen erweiterte, in den Jahren 1753 bis 1760 vorfielen. Man beobachtete bei diesen Gemälden die grösste Genauigkeit, liess alle Offiziere, welche sich bei irgend einer Gelegenheit ausgezeichnet hatten, oft mehr als achthundert Meilen weit her nach der Hauptstadt kommen, um ihre Bildnisse anzubringen. Im Jahre 1751 wurde Attiret vom Kaiser in die Tartarei berufen, um seine Kunst daselbst zu üben. Auch musste er noch verschiedene prächtige Gemälde im Palaste des Kaisers verfertigen, welche aber niemand ohne eine besondere Erlaubnis zu sehen bekommt.
Diese und andere Arbeiten erwarben ihm die Gunst des Monarchen in so hohem Grade, dass er ihn zum Mandarin machen wollte, welche Ehre er aber ausschlug. Von den vorerwähnten Schlachten wurden 16 Zeichnungen nach Paris geschickt, und daselbst 1770 unter Aufsicht von N. Cochin in Kupfer gestochen. Diese 16 Blätter von ungeheurer Grösse gehören gegenwärtig zu den grössten Seltenheiten, denn sobald die Platten abgedruckt waren, wurden sie mit den Kupferstichen gleich nach China geschickt, so dass die Liebhaber keine kaufen konnten, und nur äußerst wenige Exemplare für die k. Familie und die Bibliothek zurückblieben. Man hat jedoch eine verkleinerte Kopie von Helmann, S. Fiorillo III 377.
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