Asser, Johann Walther van

Asser, Johann Walther van, Formschneider , von dem nach Bartsch VII. 449. nichts Bekanntes ist, als dass er um 1517 zu Amsterdam gearbeitet habe. Dieser Schriftsteller eignet dem Walther van Assen 21 mit dem Monogramm eines zwischen 1 und 4 stehend umgewandten VV bezeichnete Holzschnitte zu, von denen 12 Gegenstände aus der Leidensgeschichte (in runder Form, Durchmesser 8 Z. 7 L.) und die übrigen Mannigfaltiges aus dem Leben Jesu, dann eine Veronica mit dem Schweisstuche vorstellen. Das Monogramm, womit diese Blätter bezeichnet sind, findet man übrigens auf mehreren Holzschnitten, und man hat es immer dem Walther van Assen oder Werner van Ossanen zugeeignet. Bartsch glaubt jedoch, diejenigen irren, welche unter diesem Zeichen den Werner von Ossanen erkennen wollen. Brulliot dict. des monog. I. n. 19 nourv. edit. hält beide Namen für unsicher, denn Carl van Mander nennt den Künstler , der seine Arbeiten mit der in obigem trefflichen Monogrammen-Lexicon angegebenen Chiffre bezeichnet, Jacob Cornelisg van Oostsanen in Waterland . Diesen Namen trägt auch eine Folge von Holzschnitten, welche Gegenstände aus der Leidensgeschichte in runder Form darstellen, und von denen ein

zweite, aber alte Ausgabe mit dem Titel erschien: Historia Christi

tientis et morientis iconibus artificiosissimis delineatae par Jaco- binn Cornelisz etc. Das Zeichen passt zwar nicht auf diesen Na- men, es müsste sich denn auf die Familie des Künstlers beziehen, die nicht bekannt ist, denn Jacob Cornelisz oder Corneliszoon be- deutet: Jacob, Sohn des Cornelius. Uebrigens unterliegt es nach Brulliot’s Versicherung keinem Zweifel, dass das Monogramm die- sem Künstler angehöre, denn Hr. Koning zu Haag besitzt ein Buch, welches einst dem Cornelisz gehörte, worin von ihm eigenhändig geschrieben steht: Dit Boek behoor toe Jacob Cornelisz Schilder tot Amsterdam in die Caluerstraat. Rost V. 32. führt von W. van Assen folgende Blätter an: die Passion, eine Folge von sechs Blät- tern, in Kundungen von 0 Z. Durchmesser, mit 1513 und 14 da- tirt; dann eine andere Folge in 7 Bl. gr. fol., die verschiedene Gegenstände darstellen, theils biblische, theils symbolische und mythologische Figuren. Malpe schrieb ihm 60 Bl. aus der Leidens- geschichte zu, die ebenfalls obige Jahrzahlen tragen, und vielleicht die Folge ausmachen, zu welcher die Blätter Rost gehören. Joseph Strutt nennt von ihm eine bewaffnete Figur zu Pferd; mit der Inschrift: St. Hadrianus Amstelod. in aedibus Donardi Petri, ohne Zweifel einerlei mit dem St. Hubert, dessen der Winklersche Catalog erwähnt. Gandellini nennt von ihm 60 Bl. aus den Le- ben und 12 Bl. aus der Leidensgeschichte Jesu.

Marolles und B. Comte nennen diesen Künstler Waer de Hos- sanen. Seine Blätter sind sehr selten und darunter die Leidensge- schichte das Beste, Uebrigens stehen sie denen des Lukas van Leyden weit nach.

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