Asper, Hans, geboren zu Zürich 1400, gest. 1571. Dieser Künstler, für seine Zeit von ausgezeichneten Verdiensten, möchte dem Cranach gleich gesetzt werden, er ist aber wegen der grossen Seltenheit seiner Werke wenig bekannt. Er malte Historien, und besonders Bildnisse, deren Sandrart mit grossem Lobe erwähnt. Sie sind im Geschmacke seines Zeitgenossen Holbein gefertigt, kommen aber dessen Werken nicht bei. Mehrere haben durch das Putzen sehr verloren, da er sich häufig beim Malen der Lasuren bediente.
Er vorfertigte die Zeichnungen zu Maurers Helvetia sacra, die Rudolph Meyer in Kupfer ätzte; dann, wie Füssly sagt, die der Thiere, Vögel und Fische in C. Gessners Historia animalium (Züri- cher Ausgabe). Dann malte er noch eine erstaunliche Menge von Kräutern, Blumen, Vögeln und Thieren, alles nach der Na- tur, mit Farben auf weißes Papier.
Man glaubt auch, dass er in Holz geschnitten habe, allein es bleibt bei der Vermuthung, da man kein eigenhändig von ihm ge- schneidertes Blatt kennt. Ein Bildnis von Zwingli trägt jedoch sein Monogramm. Die Meyer, S. Walch und andere Schweizer Kupferstecher haben nach ihm in Kupfer gestochen. Unter dem Namen S. Walch ist V. D. Preissler zu verstehen, der diesen Na- men annahm.
Asper zierte das ehemalige Gesellschaftshaus der sogenannten Züricherschen Böcke von aussen ganz mit Malereien, ebenso befand sich von ihm am St. Petersturm eine astronomische Zeittafel.
Von Bildnissen befinden sich auf der Züricher Stadtbibliothek die von Zwingli und seiner Stieftochter, Anna Reinhard, nebst ihrem Kinde.
In der Wiener Galerie bewahrt man von seiner Hand das lebens- große Brustbild eines Jünglings, in einem schwarzen Mantel ge- füllt, auf Holz; in der Boisserce’schen, jetzt k. bair. Sammlung, das treffliche Bildnis eines Georg Weiss, 1533 gemalt.
Ein Bildnis U. Zwingli’s stachen Pfenninger, Schwerdgeburth und Lips.
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