Arteaga y Alfaro, Juan de

Arteaga y Alfaro, Juan de, Historienmaler , geboren zu Córdova 1610, gestorben um 1680, war Schüler des A. del Castillo und arbeitete zu Madrid unter Velasquez, den er im Portraite nachahmte. Letzterer erwirkte ihm die Erlaubnis, die Bilder copiren zu dürfen, welche von Titian, van Dyck und Rubens die k. Paläste zierten, wodurch er sich zum guten Coloristen bildete. Nach seiner Rückkehr malte er in seinem Geburtsorte verschiedene Bilder, und darunter die Scenen aus dem Leben des hl. Franz für das Kloster Jésus, dieses Heiligen und unterzeichnete alle Bilder mit „Al-“

Alfaro pinxit. Dieses bewog Castillo, der über die Insolenz seines Schülers aufgebracht war, da er meistens nur nach Kupferstichen malte, auf ein Gemälde für dasselbe Kloster; Alfaro non pinxit, zu setzen, was zum Sprichworte wurde. Alfaro fuhr übrigens zu ar- beiten fort, und malte neben andern das Porträt des Calderón de la Barca, welches man über dem Grabe des Dichters aufhing.

Später ernannte ihn der Admiral de Castilla zu seinem Maler, und beehrte ihn mit seinem Zutrauen und seiner Freundschaft; aber Alfaro verließ den Freund, als dieser verbannt wurde. Er malte während dieser Zeit im Dome zu Córdoba und ging 1680 nach Madrid, wohin Castilla wieder zurückberufen wurde. Der Undank- bare stellte sich ihm hier wieder vor; doch der Admiral nahm ihn unter diesen Umständen nicht mehr auf, was den Maler in kurzer Zeit ins Grab brachte.

Alfaro hatte die Zeit seiner Jugend mit Reisen zugebracht, und während derselben wenig studiert; doch zu jener Zeit des Kunst- verfalls war es hinreichend, einen Geschmack und Farbensinn zu haben, nach der Zeichnung war keine große Frage. Auch Arteaga war kein Zeichner; doch genießen seine Porträts in Öl einen Ruf.

Dieser Künstler war ebenfalls Dichter und ein wissenschaftlich gebildeter Mann. Palomino sammelte nach seinem Tode die inter- essanten Notizen über Becerra, Cespedes und Velázquez aus Juans Papieren. Fiorillo IV. 3190. Quilliet. Ersterer lässt Alfaro schon um 1607 sterben, was nach letzterem unrichtig ist, weil der Künst- ler noch 1680 in Madrid war.

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