Appiani, Joseph, Historienmaler in Öl und Fresco, bildete sich
zu Mailand und wanderte in der Mitte des vorigen Jahrhunderts nach Deutschland . Er arbeitete einige Zeit an dem churfürstlichen Hofe zu Nassau-Saarbrücken und zierte das Gewölbe der Jesuiten- Kirche daselbst. Um 1760 arbeitete er in Mörsburg und bald darauf erhielt er den Titel eines churmainzischen Hofmalers. Er soll auch zu Mainz vor 1786 gestorben sein.
In der Wallfahrtskirche Vierzehn Heiligen zu Frankenthal bei Lichtenfels (nicht in Schwaben) sind mehrere Gemälde von ihm, sowohl in Öl als Fresco, aber sie verrathen keinen großen Künst- ler. Seine Köpfe sind ohne Ausdruck, die Stellungen übertrieben, die Komposition geschmacklos, das Colorit ohne Harmonie und un- wahr, die Zeichnung unrichtig. Appiani bildete seinen Geschmack nicht nach der Antike, beachtete auch die Natur zu wenig, und wurde manieriert. ‚
Nach seinen Zeichnungen stach Glauber auf einem großen Blatte die 14 Heiligen in der bezeichneten Kirche, dann für Bayerns wun- derthätiges Frankenthal-Lichtensteger die Ansicht der Kirche als „Platte“; ferner die vier Erscheinungen und die 14 Heiligen zusammen 19 Bl.
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