Androuet-Ducerceau, Jacques, ein Architekt, der Paris mit einer großen Anzahl schöner Hotels zierte, wie das des Kanzlers Seguier, Sully’s u. s. w. Man weiß weder den Ort noch den Tag seiner Geburt, nur das Jahrhundert kann man bestimmen, in welchem er lebte. Einige lassen ihn zu Orleans das Licht der Welt erblicken, andere zu Paris , und glauben, dass sein Vater ein Wein- händler gewesen sei, der einen goldenen Reif (cerceau) im Schilde führte, woher dem Künstler der Zuname geworden, unter welchem er vorzüglich bekannt ist.
Man weiß, dass er unter der Zahl derjenigen Architekten war, welche durch die Gunst des Cardinals d’Armagnac in Italien die Meisterwerke der Kunst betrachten, und durch das Studium der- selben ihre Bildung vollendeten. Nach seiner Rückkehr wurde er Architekt Heinrich III., der ihn 1578 den Bau der Pont-Neuf zu Paris anvertraute. Im J. 1506 machte er auf Befehl Heinrich IV. die Zeichnungen zur Fortsetzung der von Karl IX. begonnenen Gallerie (Tuilerien), aber der Künstler konnte das Werk nicht vollenden. Er verließ Frankreich der Religions-Unruhen wegen, und begab sich in ein fremdes Land, wo er auch gestorben ist, doch kann man das Jahr seines Todes nicht angeben.
Man kennt eine Menge Blätter nach seinen Zeichnungen und auch eigenhändige Stiche des Künstlers, die Heinecke verzeichnet.
Androuet gab mehrere Werke heraus: Differentes pieces et morceaux d’architecture; — Les plus excellens Bâtiments de France ; — Description des Edifices des anciens Romains; — Traite des perspectives, auquel on a joint un Recueil de compositions grecques. — Quatremore du Quincy dict. hist. d’architecture.
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