Andrea de Zan—, Kupferstecher

Andrea de Zan—, Kupferstecher , Zeitgenosse von Mantegna. Das

Monogramm dieses Künstlers (Z. A) ist zuerst von Zani in dessen

Materiali p. 110 erklärt worden. Von seinen Lebensumständen

weiß man nichts. Seine Blätter verrathen die Nachahmung des

Mantegna, und etliche derselben scheinen sogar nach dessen Zeich-

nung gefertigt zu sein. Einige sind eigentliche Kopien der Blätter des erstern, so wie andere es von Dürer’s Blättern sind: wie

die Beförderung der Amymone durch Triton, wovon das Original

mit 1516 datirt ist.

Bartsch (p. g. XL 205.) verzeichnet die Werke dieses Meisters.

Die zwei größten Blätter sind zwei Allegorien , von denen die

eine die Unwissenheit vorstellt, dick und blind, auf einer mit zwei

Sphären verzierten Weltkugel, die Königskrone auf dem Haupte,

mit andern Attributen umgeben; das zweite stellt Merkur vor, der

einen der Blinden, die sich während des Reiches der Unwissenheit

in den Abgrund gestürzt hatten, aus demselben hervorzieht. Beide

sind wahrscheinlich nach Mantegna’s Zeichnung gefertigt. 15 Z. w.

20 L. hbr., 11 Zoll hoch. Das erste wurde bei Durand um 120 frs.

versteigert. Ferner sind von Zoan’s Hand:

David mit dem Haupte des Holofernes,

Christus vor Pilatus.

Die Grablegung , nach Mantegna.

Die Dornenkrönung auf schwarzem Grunde.

Zwei Rinder, welche das Kreuz Christi halten.

Madonna, die dem Kinde die Brust reicht, nach Dürer.

Nagler’s Künstler-Lex. I, Bd. 8

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