Ancker, J. Kupferstecher , gewöhnlich der Meister vom Schabeisen
enannt, weil die sehr alten und sehr seltenen Blätter dieses Künst-
lers mit einem Schabeisen, das noch oft mit den Buchstaben I. A. oder
IAM begleitet ist, bezeichnet sind. Diese Stiche sind auch mit dem
Worte Zwott, oder abgekürzt, Zwt verschen, was man als J. Ancker
von Zwoll erklärt. Ottley hist. of engravings I. 107 glaubt, dass
das Wort Zwott durch Abkürzung aus Zwollensis oder Zwoll ent-
standen sei, von einer Stadt in Holland , wo aller Wahrscheinlich-
keit nach unser Künstler lebte. Ottley glaubt übrigens, dass die
Blätter, welche das Schabeisen tragen, nicht demselben Künstler an-
gehören, der sich mit den obigen Initialen bezeichnete. Dieser
Auffassung tritt aber Brulliot (dict. des monogr. I. n. ed. N. 3212)
nicht bei, weil er diese Blätter alle in gleichem Stil gearbeitet findet.
Nach Bryan (Biograph. et crit. dict.) ist dieser Künstler ein Deut-
scher, der um lebte, und wahrscheinlich ein Schüler des Israel
von Mecken, dessen Stil er nachahmte, aber nicht erreicht hatte.
Bartsch (p. g. VII. p. 90) beschreibt 18 Bl. von dem Meister mit
dem Schabeisen, von denen die größten:
Christus am Ölberge. 14 Z. 5 L. br., 10 Z. 9 L. h.
Ein Altar von gotischer Arbeit. 15 Z. 2 L. h., 10 Z. 2 L. br.
und das kleinste:
Der Leichnam des Herrn von den Weibern umgeben. 72 Z. 7 L.
hoch, 5 Z. 1 L. breit ist.
Die 15 übrigen Blätter stellen folgende Gegenstände vor: Die
Gefangennahme, das Abendmahl, die drei Könige, Christus
am Kreuze zwischen den beiden Mördern, eben derselbe mit
einiger Veränderung, der segnende Erlöser, die heil. Jungfrau
mit dem Kinde, das ein Kreuz hält, eben dieselbe mit dem
Kinde, das in einem Buche blättert, St. Augustin auf einem
Throne, ein Jüngling, der einen Greis um den rechten Weg
befragt, wovon ihn der Teufel ablenken will, eine auf den
Tod sich beziehende Allegorie. Brulliot nennt noch eine Ma-
donna mit dem Kinde unter einem Baldachin; Halbfigur,
Ancmelli, delli. s. Flam. Torre.
Ancona, Andre d’. S. Lilio.
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