Ammanati, Bartol., Bildhauer und Baumeister , geboren zu Flo- renz 1511, gest. daselbst 1580. Er lernte zu Florenz bei Bandinelli, dann zu Venedig bei Sansovino, und nach seiner Rückkehr in die Vaterstadt studierte er nach Michel Angelo’s Werken der Sculptur. Seine ersten Arbeiten verfertigte er zu Pisa ; für Florenz eine Leda; für Neapel drei grosse Figuren zu dem Grabmale des Dichters Sannazar; zu Venedig einen colossalen Neptun für den St. Marcusplatz; zu Padua einen noch dort befindlichen colossalen Her- kules, darauf ging er nach Rom , um die Antike zu studiren. Pabst Pius II. gebrauchte ihn bei den Arbeiten des Capitols, und mit Vasari verfertigte er das Grabmal des Cardinals Monti, welches seinen Ruf beförderte; allein führte er einen schönen Springbrun- nen im Weingarten des jüngsten Pabstes aus. Jetzt rief ihn der Grossherzog Cosimo nach Florenz zurück, und ernannte ihn zu seinen Baumeister. In dieser Eigenschaft erwarb er sich durch die drei kunstvollen, jeder Überschwemmung trotzzenden Arno-Brücken unsterbliches Verdienst und dankbare Anerkennung noch den heu- tigen Tag. Er vollendete auch den Palazzo Pitti , und erbaute auf seine Kosten die Jesuiten-Kirche St. Giovanni. Ausserdem ver- wirklichte ihm Florenz noch mehrere schöne Sculpturen und Bronzen in den herzoglichen Lusthäusern, ebenso wie die Stadt mehrere Springbrunnen. Von seiner Hand ist ebenfalls der Neptun auf dem Platze des alten Palastes, wobei Johann von Bologna und B. Cellini koncurrirten.
In Rom sind nach seinen Planen der Palazzo Ruccelai, und der Hof und die Fassade des römischen Collegiums erbaut.
Ammanati hat sich auch als Schriftsteller versucht, wozu ihm seine Frau, die berühmte Dichterin Laura Battiferri, Neigung ein- flößte. Sein Werk befindet sich handschriftlich in der Gallerie von Florenz, und hat den Titel: La città. Es enthält Pläne zu Gebäuden, die eine Stadt schön machen.
Bei D’Agincourt sind einige seiner Bild-Werke abgebildet.
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