Ambrozy, Wenzel Bernard, Historienmaler , geb. zu Kutten- berg in Böhmen , gest. . Er widmete sich in seiner Ju- gend bei den Jesuiten zu Prag den Wissenschaften, zog aber die bildende Kunst vor. Den ersten Unterricht erhielt er von seinem älteren Bruder Joseph, der zu Prag um 1733 lebte; dann vervoll- kommnete er sich unter dem Prämonstratenser-Chorherrn P. Sier- dus zu Prag und malte einige Fresken, namentlich die bei den ehemaligen Cölestinerinnen auf der Neustadt, zu Pless in der Prä- monstratenser-Abtey u. s. w. Später machte er Bekanntschaft mit würdigen Künstlern seines Vaterlandes, und nahm besonders die blühende Manier Reiner’s an. So erwarb er sich richtigen Ge- schmack und grosse Fertigkeit sowohl im Fresco als in der Oelma- lerei. Davon zeugen mehrere grössere Altarblätter. Alle seine Ar- beiten sind hell und wohlgefällig, die Färbung ungemein rein und ganz im Geschmacke der venetianischen Schule; die Zusammen- setzung feinreich, die Anordnung untadelhaft, die Köpfe aus- drucksvoll. Die Hintergründe wusste er mit angenehmer Archi- tektur zu zieren. Hätte er in der Jugend Gelegenheit gehabt, ei- nen höheren Geschmack in der Zeichnung zu erlangen, so würde er einer der bedeutendsten Maler Böhmens geworden sein. Er be- sass auch grosses Talent in Restaurierung von Gemälden. Die Kaiserin Maria Theresia ernannte ihn zu ihrem Hofmaler und Joseph II. unterhielt sich mit ihm oft über Kunstgegenstände. Meusel zählt ihn irrig noch 1800 unter die Lebenden.
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