Amberes, Miguel de

Amberes, Miguel de, (Michael von Antwerpen, auch Miguel el Flamengo genannt), darf wohl ohne Bedenken für eine und die- selbe Person mit Michael Manrique angesehen werden, obgleich Cean Bermudez aus diesen drei Namen eben so viele biographische Artikel bildet, und Fiorillo den Fiamengo und den Manrique als zwei verschiedene Personen aufführt. Manrique wurde in Flandern geboren und diente unter den spanischen Truppen, wo er zu dem Rang eines Hauptmanns aufstieg. Als Maler wurde er Rubens Schüler, reiste dann, in so fern er mit Miguel Flamengo eine Per- son ist, nach Italien , wo er unter Johann Andreas Ferrarî's und Cornelis Vael’s Leitung seine Studien fortsetzte, aus deren verein- tem Style er sich einen eigenen bildete. Sodann ging er nach Spa- nien, wo er verdienstlich bekannt wurde. Insbesondere scheint er längere Zeit in Malaga gelebt zu haben, da er hier Ninno Gue- vara’s Lehrer wurde, und da sich in dieser Stadt mehrere Werke von ihm befinden, während sonst in Spanien deren keine nament- lich bekannt sind.

In der Sakristei des Klosters zum hl. Augustin sieht man von ihm ein Gemälde, welches die hl. Anna und die Jungfrau mit dem Kinde darstellt, und in der Kirche desselben Klosters ein zweites, wo die hl. Jungfrau geschildert ist, wie sie dem hl. Augustin den Gürtel reicht. Dann findet sich im Hospital der Caridad die Ver- mählung des hl. Josephs und in dem Speisesaal des Klosters de la Victoria die Magdalena, wie sie die Füße Christus salbet. Das letzte Werk sieht man als sein vorzüglichstes an. Manrique soll auch in der Manier des Van Dyck porträtiert haben, doch findet man keine Nachricht von noch vorhandenen Bildnissen dieser Art. Er starb in Spanien in der zweiten Hälfte des 17ten Jahrhunderts. (Kunstblatt 1822. Meisel.)

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