Alston (Alsten, Allston), William, ein Nordamerikaner, der
sich als Historien- und Landschaftsmaler rühmlich hervorgethan
hat. Er studirte in Reynold’s Schule und trat dann 1805 in Rom
auf, wo die Vision Jakobs seinen Ruhm gründete, Vorzüglich
drang er mit grossem Scharfsinn in die Farbenkunst der alten hol-
ländischen Maler ein, und bildete sich eine Manier, die wegen
der Kraft und Wahrheit zu jeher Zeit viele Nachahmer fand. Al-
ston bediente sich neben andern des Asfaltes, welcher dadurch so
in die Mode kam, dass mehrere Künstler, besonders viele Deut-
sche und auch Italiener, aus Eifer die neue Methode anzuwenden,
sich eine Menge Bilder verdarben, eben weil sie nur Nachahmer
waren und nicht Alston’s Studium und Analyse besassen, Vergl.
Morgenblatt 1807, S. 199- /
Alston verfertigte mehrere Gemälde, deren ungemeine Kraft und
Wahrheit, verbunden mit seltener Anmuth, gerühmt wurden. Be-
sonders setzte sein eigenes Bildniss in Erstaunen; der Kopf trat
wie lebendig und sprechend aus dem hellen Grunde ohne dunkle
Contraste hervor. Auch Landschaften sah man von ihm, in denen
ein ähnlicher Zauber der Tinten und eine ungemeine Kraft des
Helldunkels herrschte.
Noch andere vorzügliche Bilder dieses Künstlers sind: der Pro-
phet Jeremias und Uriel, beide um verfertiget. Man hat von
ihm auch ein Werk: Hints to Young Practitioners in the study of
Landscape Painting. 1814
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