Allegri, Anton,
war an den venetianischen Maler Racciori, von dessen Erben es an
die Gritti verkauft wurde. Gegen das Ende des vorigen Jahrhun
derts kaufte es ein Armanni und von diesem ging es an den Grä
fen Marescalchi über, und aus dessen Sammlung in den Vatikan
in Spanien befand sich das berühmte Gemälde des betenden Hei
landes im Öl-Garten. Man erzählt, Correggio habe das Origina
einem Apotheker gemalt, um die Schuld von vier Scudi zu be
zahlen. König Philipp IV. ließ es in Mailand für 650 Dukaten
erstehen, wie P. Resta in seinen Briefen erzählt. II. 320. Volpar
hat es gestochen. Das Bild befindet sich jetzt im Besitze des He
zogs von Wellington in London , und die von Pungileoni III. 10
angeführte, etwas schwächere Wiederholung desselben, welche
ebenfalls für Original gilt, in der britischen National-Gallerie.
Ein zweites Bild, Madonna, wie sie das Kind ankleidet, wurde
zur Zierde des Cabinetes der Prinzessin von Asturien bestimmt.
In der grossen Sakristei des Escorial ist Christus als Gärtner,
und vor ihm Magdalena (Noli me tangere) aus dem Hause R
Der Herzog von Alba besass einen Merkur, wie er dem Anor
in Gegenwart der Venus liest. Dieses Bild hatte einst der
echte König Karl I.; jetzt ist es in England .
Richardson spricht auch von einer dem Könige von Spanien
zugehörigen Jo des Correggio.
In der k. k. Gallerie zu Wien bewahrt man folgende Stücke:
Christus treibt die Käufer und Verkäufer aus dem Tempel, meine
Skizze auf Holz; das doppelt lebensgroße Bildnis einer Madonna,
mit schimmernder Glorie umgeben, eine colossale Skizze; Madonna
mit dem Hunde und St. Johanne, auf Holz, welche die Stadt
Mailand der Kaiserin Isabella II. schenkte, gestochen von Rahl;
Jo von Jupiter umarmt, besser als das Potsdamer Bild, und das
Gegenstück, die Entführung des Ganymed, ges. von van Beyen
und Eisner; der bogenschnitzende Amor, gest. von Stecen, B.
medetti, Bartolozzi, J. le Blond und Degoty. Diese Darstellung
ist vielfach vorhanden; Fiorillo II. 287 führt mehrere an.
In der Gallerie Lichtenstein ist ein Kreuz tragender Christus,
Madonna mit dem Kinde und eine herrliche Venus, wofür Prinz
Eugen Beauharnois 20.000 Dukaten bot.
In der gräflich Thurn’schen Sammlung befindet sich St. Johanne
der Täufer mit dem Lamm, Madonna mit dem Kinde und Christus
am Ölberg.
Die fürstl. Esterhazy’sche Gallerie bewahrt angeblich des Künst
lers eigenes Bildnis, die hl. Mutter, das Kind säugend, mit dem hl.
Johannes, der dem Kinde Jesu Früchte in einer Schürze darreicht.
Dieses oft in Kupfer gestochene Bild kaufte der Fürst von dem
Herzoge Crivelli, welcher es von seinem Oheim, dem Cardinäl Cri
velli, dem es früher von dem Könige von Spanien war geschenkt
worden, geerbt hatte. Ein ähnliches Gemälde wird auch als in der
Eremitage zu Petersburg befindlich erwähnt. In der Gallerie Ester
hazy sind ferner noch zwei Studien von Engelsköpfen.
Unter den Copien nach Werken Allegri’s werden die von Schi
done, Lelio da Novellara, Girolamo da Carpi und den Carracci,
die sich lange in diesen Correggio’schen Nachbildungen geübt, am
meisten geschätzt. Auch Christoph Allori verfertigte dergleichen
Copien, die gewöhnlich für Originale gehalten wurden. Indessen
sind nicht alle Wiederholungen von Gemälden dieses Meisters Co
pien fremder Hand; er entwarf zu einem Gemälde mehrere Zeich
nungen, und wiederholte selbst vollendete nochmals, um den ein
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