Alle diese Platten wurden retouchirt, aber es ist sehr schwer, die Abdrücke zu unterscheiden, und man kann, wie Bartsch VIII. 180 versichert, den Unterschied weder mit Worten, noch mit Figuren bezeichnen. Nur No. 10 ist leicht zu kennen, indem hier das Monogramm nicht mehr verkehrt gezeichnet ist, wie im ersten Drucke.
Man kennt auch sieben Kopien nach diesen Blättern, die täuschend sind, dass sie noch jetzt oft für Originale ausgegeben werden. Selbst geübte Kenner unterscheiden sie schwer von den Originalen, auch dann noch, wenn man beide zusammenstellt. Nur Grabstichel ist in der Kopie etwas trockener. Den Stecher derselben kennt man nicht, aber es ist kaum wahrscheinlich, dass Beham selbst diese Wiederholungen unternommen habe: Indessen wären sie seiner würdig. Kopiert sind die Nr. 3 — 9.
Heinecke verfiel mit der Angabe dieser Blätter in verschiedene Irrtümer. Er sagt, dass die Folge nur aus sieben Blättern bestehe, und dass No. 8 und 9 nur diesen gewöhnlich beigezählt werden. Ferner behauptet er, dass die sechs ersten Platten doppelt gestochen wurden, was nach Bartsch ganz falsch ist.
Die bezeichneten Nr. 8 und 9 (das Banquet und der Streit der Bauern) sind in Wiederholungen vorhanden. Sie sind ohne Nummern und gehören nicht zu erwähnten Sammlungen.
Eine andere Folge ländlicher Hochzeiten von 1546, 12 Blätter;
Auch diese Blätter sind numerirt, und zwei Darstellungen sind der obigen Suite entnommen.
St. Hieronymus mit dem Löwen und dem Cardinalshute auf dem Rücken, 1510; H. 2 Z. 2 L., Br. 1 Z. 7 L.
Auch von diesem Blatte hat man eine Kopie von einem Unge nannten. Beham hat diesen Heiligen noch auf vier andern verschiedenen Blättern dargestellt. Drei derselben tragen die Jahrzahl 1520 und eines 1521.
St. Sebald mit dem Modelle einer Pardxe, 1521; H. 4 Z. 5 L., Br. 3 Z. 8 L.
Ian ‚hat von diesem Stücke zwei verschiedene Abdrücke. Die ersten sind 5 Z. 7 L. hoch, und 4 Z. 2 L. breit; die zweiten sind von der oben bezeichneten Grösse. Die Platte wurde oben und zur linken Seite beschnitten.
Kampf zwischen Griechen und Trojanern; H. 1 Z., Br. 3 Z. 1 L. Es gibt von diesem Blatte eine Copie.
Cimon und Pera; geätzt; Durchmesser 1 Z. 9 L.
Dieselbe Darstellung von 1544; H. 2 Z. 2 L., Br. 1 Z. 8 L. Ein Ungenannter hat dieses Blatt copirt.
Eine ähnliche Darstellung hat die Unterschrift: Ich leb von der Brust meiner Tochter. Dieses ist eine Copie nach B. Beham; H. 2 Z. 7 L., Br. 1 Z. 0 L.
Die ersten Abdrücke sind vor der Schrift,
Das Urtheil des Paris, 1546; H. 2 Z. 7 L., Br. 1 Z. 9 L.
Copie von der Gegenseite nach B. Beham, auf welcher unser Künst- ler nur den Amor in der Luft beisetzte. Im Jahre 1570 hat dieses Blatt ein Ungenannter copirt.
Der alocbzeiäsz}z:xg‚ Folge von 8 Blättern; H. 1 Z. 9–10 L., Br. 1 Z. 3–.
Die Musikanten; H. 1 Z. 10 L., Br. 1 Z. 4 L.
Der Bauer und die Bäuerin auf den Markt gehend, 1520, 2 Bl.; H. 1 Z. 10 L., Br. 1 Z. 4 L.
Es gibt davon zwei sehr täuschende Copien in derselben Grösse.
Der Alte und der Knecht mit dem Stocke, nach Heinecke, Christus vom Dämon versucht; H. und Br. 1 Z. 10 L.
Der Narr und die Badenden, 1541; H. 1 Z. 8 L., Br. 2 Z. 6 L. Die zweiten Abdrücke sind retouchirt.
Fälschlich werden ihm zugeschrieben:
Adam und Eva, 1520; H. 2 Z. 11 L., Br. 1 Z. 11 L.
Die Beschneidung; H. 4 Z., Br. 3 Z. Das Blatt ist von einem neuern mittelmässigen Stecher,
Landschaft, 1553; H. 4 Z. 4 L., Br. 1 Z. 5 3 L. Dieses Blatt stach H. Lautensack,
Drei Todtenköpfe, 1520; H. 1 Z. 7 L., Br. 2 Z. 1 L. Dieses ist der zweite Abdruck eines Blattes von Barthel Beham.
Die Gottheiten, welche die 7 Planeten vorstellen, 7 Blätter; H. 2 Z. 9 L., Br. 1 Z. 0 L.
Man hält Th. de Bry für den Urheber.
Von den theils von Beham selbst, theils nach seinen Zeichnun- gen gefertigten Holzschnitten erwähnen wir:
Verschiedene Gegenstände aus dem alten Testamente, die vier Evangelisten und St. Paul.
Man hat von diesem Werke drei Ausgaben. Die erste hat zum Titel: Biblische Historien, figürlich fürbildet. Durch den wolbe- rümeten Sebald Behem, von Nürenberg. — Cum Caes. Majestatis Privilegio, Francofurti Christianus Egenolphus excudebat, Auf dem letzten Blatte liest man: Bey Christian Egn. M.D.XXXVI. Die zweite Ausgabe ist betitelt: Biblisch Historien, Figürlich fürgebil- det durch den wolberümten Sebald Behem von Nüremberg. — Am Titel der dritten Ausgabe liest man: Biblicae historiae, artificiosis- simis picturis effigiatae. Per Sebaldum Behem Pictorem Francoforten.
Biblische Historien, künstlich fürgemalet etc.
Die Blätter sind 4 Z. 11 L. hoch, und 2 Z. 7–8 L. breit. St. Paul ist 1 Z. 7 L. hoch, und 2 Z. 5 L. breit.
Beham, Hans Sebald. 37f
Die Passion; eine Folge von 8 Bl.; H. 4 Z. 8 L.; Br. 3 Z. 2 L.
Die Apocalypse, mit dem Titel: Typi in Apocalypsi Joannis depicti ut clarius vaticinia Joannis intelligi possint. Frankforti, Christianus Egenolphus excudebat; H. 2 Z. 6 L., Br. 2 Z. 8–0 L.
Die heil. Jungfrau mit dem Kinde unter einem Baume, mit Joseph zur Seite; H. 6 Z. 2 L., Br. 4 Z.
St. Hieronymus in der Wüste; H. 4 Z. 9 L., Br. 3 Z. 2 L.
Die Geschichte des verschwenderischen Sohnes, drei Blätter, nach den Kupferstichen Hans Sebald’s, von einem sehr mittelmäßigen Formschneider gefertigt; ohne Zeichen; H. 6 Z. 9 Z., Br. 12 Z.
Dieselbe Geschichte in acht Blättern, die aneinander gereiht werden können; H. 24 Z. 3 L., Br. 35 Z.
Die 14 römischen Kaiser, 3 Bl. Gemacht von Sebald Beham Maler — Gedruckt zu Nürnberg durch Christoff. Zell.
Die Heiligen, 5 Bl. (nach Heinecke 8 Bl.); H. 3 Z. 0 L., Br.
Kunst- und Lehrbüchlein, Malen und Reissen zu lernen etc. Frankfurt bei Christian Egenolff’s Erben, 1582. 27 Bl. in 4.
Ein Bauer rechts gehend, und ein anderer stehend, mit einer Eichel in der Hand, 2 Blätter; 3 Z. 7 L. hoch, 22.5 L. breit.
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