Alesio, Matteo Perez de

Alesio, Matteo Perez de, ursprünglich ein Spanier, doch geboren zu Rom, und dort gest. um .

Er soll Mich. Angelo’s Schüler gewesen sein, was auch bei Betrachtung der Werke beider wahrscheinlich wird. In Rom verfertigte er verschiedene Gemälde; namentlich im Palast des Malteser-Grossmeisters die Belagerung und Stürme der Türken auf Malta , die A. F. Lucini auf 16 Blätter in Kupfer stach. Er malte auch verschiedene Stücke in seiner Ordenskirche, denn er war Barfüsser-Eremit von Palermo. Von Rom begab er sich nach Sevilla und dort soll er viele Jahre gelebt und vieles gemalt haben. Besonders ragt sein gigantischer St. Christoph in der Kathedrale von Sevilla hervor, den er 1505 zur Probe für das Kapitel malte. Jetzt ist das Gemälde sehr verblasst. In der Kirche St. Jago zu Sevilla ist das Gemälde des Hauptaltars von ihm, den Schutzheiligen Spaniens darstellend, wie er die Mauern zu Boden wirft, ein Werk, das einige dem Roellas zuschreiben. In dem Kloster von St. Augustin in Lima soll ein großes Gemälde von ihm existieren, den Herrn auf den Wolken darstellend, in der Hand eine Sonne, die mehrere andere Kirchendoctoren beleuchtet, welche ihn umgeben. Man sagt, er sei wieder nach Italien zurückgekehrt, als L. Vargas nach Sevilla kam, Fiorillo (IV. 132) hält es aber für ungegründet, da überhaupt Palomino’s Nachrichten über diesen Künstler größtenteils falsch sind.

Lanzi (I. 128. und 575. d. A.) führt diesen Künstler zweimal auf: unter Alesio (Alessio), und Lecce. Wahrscheinlich wurde sein Name, „da Lecce oder Leccio“ in Spanien in Alessi verdorben. Dieser Lecce malte in Rom und Malta, ging nach Spanien und zuletzt nach Indien, um Schätze zu sammeln, soll aber seinen ganzen Reichtum wieder zugelassen und in großem Mangel gestorben sein. Lecce ahmte den Michel Angelo nach, malte meistens al fresco und zeichnete sich besonders durch seinen Propheten aus, den er für die Gesellschaft des Kirchenbanners zu Rom verfertigte. Baflione sagt, er scheine aus der Mauer zu springen. Dieser Künstler wagte es auch, dem Gerichte Mich. Angelo’s gegenüber den Fall der aufrührerischen Engel zu malen, welchen Buonarotti zwar sich dachte, aber nicht ausführte.

Alesio soll nach Velasco ungeheuer viel gezeichnet und einiges davon selbst in Kupfer gestochen haben, seine Blätter sind aber sehr selten.

C. Cort hat die Bekehrung Pauli wahrscheinlich nach ihm geätzt, ein schönes großes Blatt.

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