Alberti, Joseph von. — Albertinelli

Alberti, Joseph von. — Albertinelli, Mariotto.

richtete, später in Rom und folgte den Grundsätzen der römischen Schule. Nach seiner Rückkehr (1682) erbaute er die prächtige Crucifix-Capelle im Dome zu Trient für Franz von Poja, Erzbischof von Trient , der später den Künstler zum Prie- ster weihte.

Seine Hauptstärke war in Zeichnungen nach der Natur, beson- ders von alten Köpfen, aber er hatte den Fehler, dass er die Au- gen oft schielend malte; auch sagte man von ihm, dass er in Bü- sten vortrefflich sei, dass er aber seine Figuren, sobald er sie auf die Füße stelle, oft etwas verderbe. Sein Colorit, besonders seine Fleischfarbe, fiel gewöhnlich sehr in das Bräunliche.

Alberti hat sehr vieles gemalt, aber nicht alle seine Gemälde sind gleich gut. Eines seiner ersten und schönsten Stücke ist die Mar- ter des heil. Kindes Simon von Trient, das im Schlosse zu Trient aufbewahrt, und jährlich zur Zeit der Frohnleichnamsprozession dem Volke zur Schau ausgestellt wird. Es hat die Inschrift: 1673 P. Josephi Alberti Flem. opus. Am zahlreichsten sind seine Ge- mälde in Cabalese und in Wälsch — Michael.

Alberti war nicht nur selbst trefflicher Künstler , er bildete auch mehrere Schüler, die nachhin an Ruhm mit ihrem Meister wett- eiferten, und ward gleichsam der Stammvater einer ganzen Reihe von ausgezeichneten tyrolischen Künstlern. Seine besten Schüler waren neben Johann Stella von Bologna , Paul Troger, D. Bonora, I. G. Grasmayr, M. Aug. Unterberger und dessen Bruder Franz.

Eine vollständige Angabe seiner Gemälde S. Sammler von Tyrol II. 107.

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