Aimiller, Max. Emanuel

Aimiller, Max. Emanuel, Glasmaler , geb. zu München 1807, studirte auf der Akademie zu München , und zeichnete sich als Schüler des Professors Gärtner im Fache der Architektur , der Per- spektive und des Ornamentes vorzüglich aus. Später widmete er sich fast gänzlich dem letzteren Fache und trat dann bei der gros- sen artistischen Umänderung, welche die k. Porzellan-Manufaktur durch den bezeichneten Professor erfuhr, als Decorateur in den Dienst derselben. Mehrere grosse Vasen und Gefässe und ein Theil des etruskischen Services für den Reichsrath Grafen von Schönborn verzierte er von dieser Zeit an. Später ergab er sich ausschliessend der Glasmalerei, und ihm gebührt das Verdienst, durch mannigfal- tige artistische Versuche, in Uebereinstimmung mit den Erfahrun- gen des Prof. Gärtners, bei Vergleichung der alten Glasmalereien mit den jetzigen, das ganze Verfahren gefördert zu haben; ja, ihm verdankt die Glasmalerei grösstentheils die hohe Stufe der artisti- schen Ausbildung, auf welcher sie jetzt steht.

Unter seiner Leitung wurden sämmtliche Kirchenfenster des Re- gensburger Domes, mit Ausnahme des ersten, ausgeführt, so wie auch die Ornamente von ihm erfunden und gezeichnet sind. Er malte selbst mehrere Figuren, wie die hl. drei Könige und die Gestalt Josephs, mit Ausnahme des Kopfes; etliche Brustbilder der Propheten u. s. w.

Seine architektonischen Verzierungen sind mit ausserordentlicher Reinheit des Geschmackes ausgeführt. In neuester Zeit beschäftigt er sich mit der Herstellung der neuen Fenster für die Kirche in der Vorstadt Au. Aimiller malt auch schöne Landschaften.

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