Adam und Eva, 2 Bl.

Adam und Eva, 2 Bl., nach H. S. Beham copirt; H. 2 Z. 11 L., Br. 1 Z. 11 L.

Eva unter dem Baum des Lebens; H. 2 Z. 3 L., Br. 1 Z. 3 L.

Loth und seine Töchter, Copie nach H. S. Beham, von der Ge- genseite; Durchmesser 1 Z. 11 L.

David mit Goliaths Haupt, ; H. 2 Z. 2 L., Br. 1 Z. 5 L.

Bathsheba im Bade; H. 3 Z. 9 L., Br. 5 Z. 11 L.

Judith, ganz nackt, mit dem Haupt des Holofernes; H. 1 Z. 8 L., Br. 1 Z. 2 L.

Dieselbe in halber Figur, 1528; H. 3 Z. 1 L., Br. 2 Z. 4 L.

Dieses Blatt ist nach H. Beham copirt.

Die heil. Jungfrau betet das Kind an; H. 5 Z., Br. 3 Z. 11 L.

Der Kindermord; H. 3 Z. 5 L., Br. 2 Z. 6 L.

Derselbe Gegenstand, ein seltenes Blatt, nach Marco Denti co- pirt, der seine Platte nach Rafaels Zeichnung gestochen hat.

Die Kopie ist sehr genau und in allen Teilen mit dem Original übereinstimmend, nur der Grabstichel ist dort ein wenigzierlicher; H. 10 Z. 3 L., Br. 15 Z. 6 L.

Jesus Christus und die Samariterin; H. 3 Z. 5 L., Br. 2 Z. 5 L.

Schönes Blatt.

Ein Christuskopf, nach H. S. Beham copirt, von der Gegenseite; H. 1 Z. 4 L., Br. 1 Z. 2 L.

Der Erlöser mit dem Evangelienbuche in der Linken, und mit der Rechten den Segen ertheilend; H. 6 Z. 6 L., Br. 4 Z. 6 L.

Die Enthauptung des heil. Johannes, Copie nach Albr. Dürer; H. 4 Z. 3 L., Br. 3 Z. 3 L.

Die Herodias mit dem Haupte des Täufers, Gegenstück in gleicher Grösse, ebenfalls nach Dürer copirt.

Die heil. Jungfrau mit dem Kinde auf dem Schosse, wie sie ihm einen Apfel reicht; H. 2 Z. 2 L., Br. 1 Z. 6 L.

Die heil. Jungfrau von zwei Engeln gekrönt, eine Copie von der Gegenseite nach Dürer; H. 3 Z. 7 L., Br. 2 Z. 8 L.

Die heil. Jungfrau mit dem Kinde, das mit einem Vogel spielt; H. 4 Z. 8 L., Br. 5 Z. 6 L.

— Die saugende Madonna auf einem Throne von Cherubims umgeben. H. 5 Z. 6 L., Br. 3 Z. 9 L.

St. Anton der Eremit; H. 2 Z. 10 L., Br. 1 Z. 11 L.

St. Hieronymus am Fusse eines Baumstammes, wie er die Brust mit einem Steine schlägt. Der Löwe ist hinter dem Heiligen und den Grund bildet eine Landschaft mit vielen Figuren.

Dieses Blatt gehört zu den früheren des Künstlers. Die schlechte Vertheilung der Gruppen, die Fehler in der Proportion und in der Linearperspektive, die uncorrekte Zeichnung etc. beurkunden die Unerfahrenheit desselben.

St. Georg zu Pferde mit dem getödteten Drachen am Boden; H. 2 Z. 2 L., Br. 1 Z. 9 L.

Die heil. Jungfrau, St. Catharina und St. Barbara, die das Jesuskind anbeten; H. 3 Z. 6 L., Br. 2 Z. 8 L.

St. Magdalena, 1526; H. 2 Z. 3 L., Br. 1 Z. 7 L.

Die Kopie eines Ungenannten hat die Jahrzahl nicht, sie ist aber in gleicher Grösse.

Die fabelhaften Gottheiten, eine Folge von 20 numerirten Blättern. Binck hat sie nach J. Caraglio copirt, und letzterer die Originale 1526 nach Rosso dem Florentiner gefertiget; H. 7 Z. 10 L., Br. 4 Z. 6 L.

Zwei Vorstellungen des Amor auf dem Delphin, nach H. S. Beham; die eine ist 1 Z. 5 L. hoch und 1 Z. breit, die andere hat in der Höhe 1 Z. 6 L. und in der Breite 1 Z. 1 L.

Venus auf der Muschel mit einem Schleier in beiden Händen. Zeichnung zu einer Scheide; H. 2 Z. 11 L., Br. 1 Z. 3 L.

Herkules und Nessus; H. 2 Z. 8 L., Br. 1 Z. 11 L.

Der Hellebardier und der Tod; H. 1 Z. 11 L., Br. 1 Z. 5 L.

Der Tod und der Soldat; H. 2 Z. 8 L., Br. 1 Z. 11 L.

Die schlechte Kopie eines Ungenannten trägt auf einem Täfelchen die Zahlen 5123 verkehrt geschrieben, was wohl 1532 bedeuten soll.

Der Tod mit Lanze und Säbel bewaffnet, drückt mit den Füssen einen Soldaten nieder, der sich gegen ihn mit dem Degen vertheidigen will; H. 3 Z. 6 L., Br. 2 Z. 5 L.

Ein Weib, welches auf einer Kugel sitzt, eines der ersten Blätter des Meisters; H. 1 Z. 7 L., Br. 1 Z. 1 L.

Der Stolz unter einem Weibke vorgestellt, welche einen Spiezel

Oberholtz, hält, zu ihren Füßen ist der Pfau. H. 1 Z. 8 L., Br.

Das Glück, ein nacktes geflügeltes Weib mit Zaum und Wurfspieß,
eine der früheren Blätter des Meisters; H. 1 Z. 11 L.

H. 1 Z. 5 L.

Die antike Ara, zu dessen Füßen ein junger Mann schläft,
während ein Weib eine Vase auf selben stellt. Rund; Durchmesser 2 Z.
Die beiden Figuren sind aus einem Stiche Marc Anton’s genommen.
Die Copie eines Ungenannten von wenig Verdienst hat 1 Z. 11 L. im Durchmesser.

Die Gerechtigkeit, unter einem nackten Weibe vorgestellt, das
auf einem ruhenden Löwen sitzt; H. 2 Z. 5 L., Br. 1 Z. 9 L.

Die Illexe vom Teufel geschlagen, 1528; H. 2 Z. 8 L., Br. 2 Z. 8 L.

Der Bauer mit der Gabel, nach B. Beham; H. 1 Z. 7 L., Br. 1 Z. 13 L.

Die Bäuerin mit 2 Töpfen, Gegenstück nach demselben Meister copirt und in gleicher Größe.

Der Bauer mit dem Hasen; H. 1 Z. 7 L., Br. 1 Z. 2 L.

Der Fahnenträger; H. 1 Z. 8 L., Br. 4 Z. 2 L.

Eine andere Norstellung dieser Art ist 2 Z. hoch und 1 Z. 4 L. breit.

Der Soldat mit dem Mädchen auf dem Schosse; H. 1 Z. 8 L., Br. 1 Z. 5 L.

Der Kronenhalter und die zwei Soldaten; H. 2 Z., Br. 1 Z. 11 L.

Der Pferdträger, der Tambour und der Pfeifer; H. 2 Z. 8 L., Br. 1 Z. 8 L.

Der Soldat und seine Familie, nach A. Aldegrevers copirt; H. 2 Z. 3 L., Br. 1 Z. 9 L.

Der Hellebardier; H. 2 Z. 8 L., Br. 1 Z. 10 L.

Der Mann mit dem großen Haußbogen; H. 2 Z. 8 L., Br. 1 Z. 10 L.

Der Bäuerinwanderer; H. 2 Z. 8 L., Br. 1 Z. 11 L.

Die Copie eines Ungenannten, in Eisen gestochen, trägt die
Jahrzahl 1529.

Der Pfeifer; H. 2 Z. 9 L., Br. 1 Z. 9 L.

Die Soldaten mit ihren Mädchen; H. 2 Z. 10 L., Br. 2 Z. 10 L.

Der Korb mit Eiern. Ein Bauer will ein Mädchen umarmen, während dessen selbes ihn einen Korb mit Eiern entwendet etc.
H. 2 Z. 10 L., Br. 2 Z. 5 L.

Die spielenden Soldaten; H. 2 Z. 11 L., Br. 2 Z. 11 L.

Es gibt von diesem Blatte eine Copie von der Gegenseite, von einem Ungenannten gefertigt.

Der Bauer mit einer Braut tanzend, Copie nach H. S. Beham;
H. 2 Z. 11 L., Br. 2 Z. 11 L.

Der Hirte mit dem Hammel, 1526, nach H. S. Beham; H. 1 Z. 10 L., Br. 2 Z. 11 L.

Der Soldat mit einem langen Stocke in der Rechten, während er die andere auf den Deg stützt;
H. 2 Z. 6 L., Br. 2 Z. 7 L.

Der Soldat mit der Kürbis; H. 5 Z. 2 L., Br. 3 Z. 11 L.

Die Spinne mit zwei chimerischen Fischen; H. 4 Z. 10 L., Br. 2 Z. 10 L.

Die Vignette mit den Genien im Kürass; H. 1 Z., Br. 2 Z. 10 L.

Die Jungfrau mit vier Genien und dem Pferde; H. 1 Z., Br. 2 Z. 10 L.

Die Jungfrau mit dem Mann und der Frau; H. 3 Z. 11 L., Br. 1 Z. 4 L.

Vignette mit zwei Delphinen; H. 1 Z. 9 L., Br. 4 Z. 2 L.

Die Vignette mit dem Faune u. der Sirene; H. 1 Z. 10 L., Br. 5 Z. 2 L. Dieses Blatt hat auch ein Unbekannter gestochen, dessen Monogramm Heinecke auf A. Altdörfer deuten will.

Der Kürass; H. 1 Z. 4 L., Br. 1 Z. 1 L.

Das Kind und die zwei Fische; H. 1 Z. 8 L., Br. 1 Z. 3 L.

Die Vase zwischen zwei Einhörnern; H. 2 Z. 1 L., Br. 1 Z. 4 L.

Eine Degenscheide mit einem Soldaten, der eine Kürbisflasche trägt; H. 6 Z., Br. oben 1 Z. 4 L., unten 10 L.

Ein Anonymer hat das Blatt copirt, in etwas kleinerem Formate,

Franz I. von Frankreich; H. 1 Z. 6 L. mit dem Rande, Br. 1 Z. 1 L.

Claudia, erste Gemahlin dieses Königs, das Gegenstück, 1526; H. 1 Z. 6 L. mit dem Rande, Br. 1 Z. 1 L.

Die sehr genauen Copien dieser beiden Blätter, von einem Unbekannten gefertiget, unterscheiden sich von den Originalen durch das Monogramm, welches in der Copie fehlt; H. 1 Z. 5 L., Br. 1 Z. 1 L.

Christian II. von Dänemark, 1525; H. 4 Z. 8 L., Br. 3 Z. 2 L.

Die mit zierlichem Stichel verfertigte Copie eines Ungenannten hat das Zeichen nicht; H. 5 Z. 4 L., Br. 3 Z. 3 L.

Elisabeth von Österreich, Christian’s Gemahlin, in gleicher Grösse mit dem obigen.

Lucas Gassel, 1520; H. 6 Z. 4 L., Br. 4 Z. 10 L.

Man unterscheidet die sehr gute Copie (von der Gegenseite) vom Originale im Worte IMAGO der Inschrift. In Binck’s Blatt ist das A etwas höher gestellt, als die übrigen Buchstaben, während selbes in der Inschrift der Copie mit den übrigen auf gleicher Basis ruht. Ueberdies ist sie 6 Z. 8 L. hoch und 4 Z. 9 L. breit. Die zweiten Abdrücke dieser Copie sind bezeichnet: S. Klocting exc. del. f., was nach Bartsch glauben machen könnte, dass dieser Kloctin der Copist sei.

Sehr gut ist auch die Copie von der Gegenseite, welche J. B. v. Tienen stach, und selbe mit seinem Namen bezeichnete; H. 5 Z. 10 L., Br. 4 Z. 8 L.

Das Portrait Gassel’s wurde in der Schneider’schen Auction um 9 Rthl. erstanden.

Reinneir V., H. Portrait als Büste. Rechts steht in der Mitte der Platte auf einem Täfelchen: REINNEIR V. H. MXXIV.; H. 2 Z. 7 L., Br. 2 Z. 6 L.

Jakob Binck, wenigstens glaubt man, dass dieses Portrait den Künstler darstellt; H. 4 Z. 1 L., Br. 2 Z. 10 L.

Portrait eines jungen Mannes; Durchmesser 1 Z. 9 L.

Eine schlecht auf Eisen geätzte Landschaft. Im Vorgrunde sind zwei Fichten, links im Grunde ein Berg, an dessen Fusse Häuser stehen, und rechts führt eine Brücke über einen Fluss.

Mit Unrecht schreibt man Binck die Copie von Dürer’s Triumphwagen zu, denn dieser wurde erst zu Imhof’s Theatrum virtutis et honoris 1600 gefertiget. Uebrigens hat er Einiges nach Dürer copirt, darunter vier Marien, von denen die mit dem gewickelten Kinde schön ist.

Heller sagt in seiner Geschichte der Holzschneidekunst S. 135, dass Binck auch einiges in Holz geschnitten habe, Bartsch aber beschreibt von ihm nur einen Holzschnitt, welcher die Eitelkeit unter der Gestalt eines nackten Weibes vorstellt, die auf dem Kopfe einen großen Hut mit Federn trägt und in der Linken einen Spiegel hält; H. 10 Z., Br. 7 Z. 6 L.

Die bezeichneten 98 Blätter gibt Bartsch als Werke Jak. Binck’s

Binck, Jakob.

an, und unterscheidet sie von jeten des unbekannten Meisters 3.

B., den Sandrart mit unserm Künstler verwechselte. Auch die

Blätter des letzteren sind mit J. B. bezeichnet, aber das Mono-

fir:-:mm zeigt in der Mitte zwischen den beiden Initialen noch ein

kleineres C., was wahrscheinlich Culoniensis bedeutet.

Unter diesen Blättern sind nicht alle jene, welche Sandrart dem

Jak. Binck zueignet, denn Bartsch schreibt sie einem anonymen

Meister zu, der sich mit J. B. bezeichnete. Wir fanden es daher

für nothwendig, auch das Werk dieses Künstlers zu verzeichnen,

da noch immer häufig die Blätter beider verwechselt werden.

Von dem anonymen Stecher beschreibt Bartsch J. c. 209 — 319

52 Blätter,

Drei Darstellungen aus dem Leben Jesu, die Beschneidung, Christus schläft im Kahne während des Sturmes, Christus und der

Hauptunann; Durchmesser 1 Z. 4 L,

Die heil. Jungfrau mit dem Kinde sitzend, der sie mit der Lin-

ken einen Apfel reicht; H. 3 Z. 9 L., Br. 2 Z. 9 L.

Die heil. Jungfrau an der Mauer, copirt nach Dürer, aber

ohne Geschmack, und daher wahrscheinlich eine Jugendarbeit.

St., Lucas vor der Staffelei; H. 2 Z. 2 L., Br. 1 Z. 11 L.

St. Hieronymus in seiner Zelle schreibend; H. 2 Z. 8 L., Br.

1 Z. 10 L.

Marcus Curtius, sich in den Abgrund stürzend, 1520; Durch-

messer 2 Z. 1 L.

Auf der Copie eines geschickten Unbekannten fehlt im Worte

CURTIUS des Originals das I.

Martin Luther, 1553; H. 3 Z. 2 L., Br. 2 Z. 7 L.

Die täuschende Copie eines Ungenannten erkennt man an den

durch zwei Punkte getr.ägten Initialen I. B. in 15. 1, B. 30,

die im Originale fehlen. Die Copie hat gleiche Grösse mit

letzterem.

Melanchthon, 1530; H. 3 Z. 3 L., Br. 2 Z. 6 L.

Die sieben Planeten, eine Folge von sieben Blättern. Die Gott-

heiten sind stehend vorgestellt mit den Zeichen des Thierkrei-

ses. Diese Blätter eignet Sandrart dem Binck zu.

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